5 vor 12 oder Schon Geisterstunde?

5 vor 12 - Bild: Karolina Muszalski
Eine neue Theaterproduktion für Schulen und Jugendeinrichtungen
Themen: Klimawandel, Nachhaltigkeit, Armut und Reichtum und Respekt
Dauer: ca. 55 Minuten
Geeignet ab 12 Jahren

5vor12 wird zunächst nur in Berlin aufgeführt
und soll ab Frühjahr 2023 dann auch auf Tour gehen.

Einführung

Die Diskussion um den „Klima-Wandel“ bildet die Grundlage der Geisterstunde. Wie ist es um die Brisanz von Maßnahmen gegen einen Klima-Wandel bestellt? Und warum wird er nicht von allen geleichermaßen mitgetragen oder befürwortet? Ist es wichtig, über die möglichen Anteile menschverursachter Klima-Krise zu diskutieren oder reicht nicht auch ein erweiterter kantscher kathegorischer Imperativ für unser Verhalten, nämlich dass man die Welt so hinterlassen sollte, wie man sich wünscht, sie auch selber vorzufinden: Lebenswert für einen selbst, die Zeitgenossen und auch für kommende Generationen.
„5 vor 12 oder Schon Geisterstunde?“ mit den Protagonistinnen Leonie und Zeynep ist ein Plädoyer für einen ergebnissoffenen sachlichen Dialog, ein nachhaltiges Wirtschaften und Verhalten, sowie für den Schutz des Menschen und seiner natürlichen Umwelt.

Themen

„5 vor 12“ wirft einen Blick auf Haltungen, Blickwinkel und Meinungen junger Menschen in den Themenfeldern Klimawandel, Nachhaltigkeit, Zukunftsperspektiven sowie Armut und Reichtum in einer sich scheinbar global wandelnden Gesellschaft.
Es schildert eine persönliche Reise zweier Schülerinnen, zunächst geprägt von Verachtung über Distanz hin zu einer Annäherung, Akzeptanz und beginnenden Freundschaft.
Thematisiert werden hier in sensibler, unvoreingenommener und jugendgerechter Weise nicht zuletzt auch die Art und Weise einer persönlichen Gesprächskultur, die zunehmend medial-online geprägt ist.

Handlung

Anlässlich einer Klima-Projektwoche sollen die sechzehnjährigen Schülerinnen Zeynep und Leonie zusammen ein Referat erarbeiten. Die beiden, die sonst in der Klasse kaum Kontakt haben, streiten anfangs immer wieder: Zeynep findet Zahlen und Fakten ohnehin langweilig und das Gerede um den Klimawandel geht ihr auf die Nerven. Leonie dagegen, die aktiv in einer Umweltschutzgruppe mitarbeitet, hält das Engagement gegen die Erderwärmung für das Thema der Zeit.
Aus der anfänglichen Abneigung entsteht jedoch bald gegenseitiges Interesse und Anerkennung. Zeyneps Spielwitz und Improvisationstalent führen zu verschiedenen kabarettistischen und musikalischen Einlagen, und manche Argumente Leonies können widerum Zeynep überzeugen. So sind sie sich insbesondere, was den Umgang mit Ressourcen, Nachhaltigkeit und sozialen Ausgleich anbelangt, einig. Überdies findet auch das Thema Jungs und Liebe Eingang in ihre „Klima-Gespräche“.
Zwei junge Menschen zwischen den Herausforderungen, Wirrungen und Findungen in einer unsteten und dennoch aufregenden Zeit.

Konzept

Wie alle unserer mobilen Theaterstücke ist auch „5 vor 12“ aufgebaut nach dem pädagogischen Ansatz des No-Blame-Aproach. Die Figuren des Stückes bewegen sich innerhalb der vorgenannten Themen, ohne dass ihre persönlichen Standpunkte und Haltungen zunächst zu bewertet oder verurteilt werden.
Der Verlauf der Geschichte um die beiden Protagonistinnen Leonie und Zeynep zeigt, dass auch unterschiedliche Meinungen akzeptiert werden können, wenn es gelingt ohne Schuldzuweisung und Vereinnahmung miteinander zu sprechen. Überdies beinhaltet der Ansatz auch, dass bei allen Unterschiedlichkeiten immer auch Gemeinsamkeiten gefunden werden können.
Der Focus liegt – ähnlich wie bei unserem Stück „Wir waren mal Freunde“ – in der Förderung und Wertschätzung des gewaltfreien Dialoges, auch und gerade dann, wenn man die Ansichten des Anderen nicht teilt.

Hier setzt das Stück an: Die jugendlichen Protagonistinnen blicken gemeinsam mit den Zuschauern in eine Welt von Herausforderungen. Herausforderungen gesellschaftlicher und persönlicher Natur. Erste Erfahrungen in der Liebe werden ebenso eingebracht, wie unterschiedliche Positionen in der Klima-Wandel-Diskussion. Die unterschiedlichen Positionen haben teilweise auch ihre Gründe in unterschiedlichen sozialen Lebenswirklichkeiten, und doch entdecken die jungen Protagonistinnen viele grundlegende Gemeinsamkeiten. Auf den persönlichen Gemeinsamkeiten aufbauend, gelingt es auch gemeinsame Positionen zu finden, was man konkret unternehmen kann um einer möglichen gefährlichen Erderwärmung menschlich entgegenzutreten.

Das Stück wurde in Zusammenarbeit mit erfahrenen Lehrkräften und Sozialpädagog*innen erarbeitet. Selbstverständlich bieten wir im Anschluss an die Aufführung ein Nachgespräch für alle Teilnehmer an. Erfahrungsgemäß werden die meisten Zuschauer im ersten Nachgespräch nach der Aufführung mit dem Team des Theater Radiks nicht über Persönliches sprechen, das ist verständlich und auch gut so. Deshalb sei an dieser Stelle allen Lehrkräften und Pädagog*innen herzlich gedankt, wenn sie nach der Veranstaltung den Schülerinnen und Schülern Raum und Schutz geben, um in der Klassengemeinschaft gemeinsam über das Dargestellte offen zu sprechen.
Aufführung und Nachgespräch sollen als Modul zur Gewaltprävention dienen, um Pädagog*innen und Lehrkräfte in ihrer Arbeit zu unterstützen, die Kinder und Jugendlichen für die vorgenannten Themenbereiche zu sensibilisieren. Die Stücke sollen ein respektvolles Miteinander erörtern, fördern und stärken.

Zur Unterstützung der Vor- und Nachbereitung stellen wir auch ein Begleitmaterial zur Verfügung.

Aufführungstermine und Veranstaltungshinweise

Das Stück wird im KungerKiezTheater in Berlin aufgeführt. Ab 2023 soll es dann auch an Schulen, Jugendeinrichtungen und Theatern mobil unterwegs sein. Es kann dann in der Aula, der Turnhalle oder einem anderen entsprechend großen Saal gespielt werden. Im Übrigen sind wir, was die Bühnenbeschaffenheit angeht, sehr flexibel, d.h. wir finden fast immer eine Lösung!

Aufführungen 2022:

18.10.22, 9:30 Uhr: Premiere
21.10.22, 9:30 und 11:30 Uhr
08.11.22, 9:30 Uhr
09.11.22, 9:30 und 11:30 Uhr
10.11.22, 9:30 und 11:30 Uhr
11.11.22, 16:00 Uhr

Wo:

KungerKiezTheater
Park Center Treptow, 1. OG
Am Treptower Park 14
12435 Berlin

Preise:

Kinder  (Normalpreis): 6 €
Kinder (ermäßigt): 5 €
Erwachsene (Normalpreis): 8 €
Erwachsene (ermäßigt): 7 €
Gruppen*: 5 €
* Bei Vorstellungen für Schulklassen oder Kita-Gruppen gewähren wir gerne einen Rabatt von 0,50 Euro
pro Kind. Bitte schreiben Sie uns an unter theater@kungerkiez.de. Zwei Betreuungspersonen pro Gruppe
sind in der Regel frei. 

Buchungen:

Sie können selbst buchen über die Web-Seite des KungerKiezTheater www.theater.kungerkiez.de oder direkt unter pretix.eu/KungerKiezTheater, telefonisch über 030-53216600 (Büro Theater Radiks) und per E-Mail an theater@kungerkiez.de.


Spielort: KungerKiezTheater, Park Center Treptow 1.OG, Am Treptower Park 14, 12435 Berlin, (nahe S-Bahn Treptower Park)
Spieldauer: ca. 55 Minuten
Nachgespräch: Dauer und Umfang nach Absprache
Pädagogisches Begleitmaterial: Unterstützung für pädagogische Vor- und Nachbereitung, ca. 50 Seiten
Darsteller: Renée Stulz und Marion Hellenbrandt
Autor/Regie: Karl Koch
Buchungsanfragen: theater@kungerkiez.de
Musik/Rap: Dan Henning (danhenig.com) und
Viktor Dückmann (treesonsrecords.com)
Bühnenbild: Karolina Muszalski
Aufführungsrechte: Karl Koch/Ensemble Radiks
Produktion: Ensemble Radiks, Berlin 2022
Das Projekt ist gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.
DTHG
Neustart Kultur
Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien
Theater Ensemble Radiks
Kiefholzstraße 20
12435 Berlin
Telefon: 0049-30–53216600
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